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Von Verbraucherinformation bis Zweitwagenreglung
Ich versuche möglichst verständlich, wenn auch nicht juristisch verbindlich zu erklären, was sich hinter verschiedenen Fachbegriffen verbirgt. Neuigkeiten zum Versicherungsvertragsgesetz 2008 von der Deutschen Versicherungsakademie.

Pensionskasse

Die Pensionskasse ist Teil der betrieblichen Altersvorsorge. In einem eigenen Versicherungsverein werden die Mittel für die zugesagten Ansprüche (z.B.  Witwenrente, Altersrente, Unfallgeld...) durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern angespart.

Pensionszusage

Die Pensionszusage ist das Versprechen des Unternehmers an seine Arbeiter oder Angestellten, eine zusätzliche Altersrente, eine Witwenrente oder eine andere  Versorgung zu leisten. Damit sollen besonders motivierte oder qualifizierte Mitarbeiter gebunden werden. Die notwendigen Rückstellungen für diese Zahlungen sind steuerlich für das Unternehmen gewinnmindernd anrechenbar, die spätere Leistung wird wie Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit versteuert. Das Risiko vorzeitiger Leistungspflicht wird durch eine Rückdeckungsversicherung getragen.

Pflegeversicherung

Mit der 1995 vom CDU-Arbeitsminister Norbert Blüm eingeführten Pflegeversicherung wurde die letzte große Lücke in der Sozialversicherung geschlossen.  Dafür gebührt ihm Dank und Anerkennung. Die Versicherung gewährt Hilfen für die derzeit in Deutschland lebenden knapp zwei Millionen Pflegebedürftigen, von denen rund 530.000 in Heimen versorgt werden. Als pflegebedürftig gilt, wer bei den Verrichtungen des täglichen Lebens für voraussichtlich mindestens sechs Monate auf Hilfe angewiesen ist.
Der Beitragssatz für die Pflegeversicherung liegt bei 1,7 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen.
Es gibt drei Stufen der Pflegebedürftigkeit:

nach: Berlin, (AFP) - jp/cha/bk, 02/04

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung sind nur als Basisabsicherung gedacht und decken nicht die wirklichen Kosten, die durch eine Invalidität entsteht.

private Haftpflicht

Obwohl der Name Haftpflichtversicherung auf eine Pflichtversicherung hinweist, ist die private Haftpflicht leider keine Pflicht- sollte es aber sein. Wann immer Sie einem Anderen einen Schaden zufügen, sind Sie unbegrenzt zur Wiedergutmachung verpflichtet. Es kommt sicher nicht oft vor, dass tausende und zigtausende an Schadensersatzforderungen ein einen herangetragen werden, wenn aber doch, dann sind die meisten von uns Normalverdienern den Rest des Lebens pleite. Eine Unachtsamkeit, ein unglücklicher Umstand, Vergesslichkeit, etwas Leichtsinn und Sie haften mit Ihrem gesamten Vermögen und Einkommen. Sie zahlen - nicht selten ein ganzes Leben lang. Die Verpflichtung zum Schadenersatz geht auch auf die Erben über. Die private Haftpflichtversicherung (PHV) ist nicht teuer und ganz wichtig.
Für Fahrzeughalter ist die Kfz- Haftpflichtversicherung zwingend vorgeschrieben, also wirklich eine Pflichtversicherung. Im Bereich der Industrie (Kernkraftwerke) und des Verkehrs gibt es die gesetzliche Pflicht, eine Haftungsversicherung abzuschließen. Notare, Wirtschaftsprüfer und Versicherungsmakler müssen eine Vermögensschadenhaftpflicht nachweisen.

Police

Der Versicherungsschein ist die urkundliche Bestätigung des Vertrags zwischen Ihnen und der Versicherung. Diese Urkunde wird auch “Police” oder “Versicherungspolice” genannt.

Policendarlehn

Wenn eine Versicherung einen bestimmten Wert, den “Rückkaufswert” erzielt, dann kann die Versicherung in bestimmten wirtschaftlichen Notlagen dem  Versicherungsnehmer daraus ein Darlehn gewähren.

private Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung ist genau wie die gesetzliche Krankenversicherung ein finanzieller Schutz bei Krankheit. Die Kosten, die bei Erkrankung oder bei der Vorsorge entstehen werden je nach Tarif voll oder teilweise übernommen. Es gibt bei den ca. 50 Anbietern in Deutschland eine große Wahlfreiheit beim Leistungsumfang. Durch die Möglichkeit sich die Versicherungskunden aussuchen zu können, ist die private Krankenversicherung finanziell besser aufgestellt als die gesetzlichen Kassen.
Im  Rahmen der Diskussion über die Bürgerversicherung wollen einige Politiker die private Krankenversicherung abschaffen. Ich halte das aus den verschiedensten rechtlichen und auch praktikablen Gründen für nicht machbar. Meine Phantasie ist da allerdings sicher nicht so ausgeprägt wie die, der verantwortlichen Politiker. Hier finden Sie weitere Informationen.

private Rentenversicherung

Die private Rentenversicherung wird auch Leibrente genannt. Bei ihr erwirbt man durch Ansparen eines Kapitals, oder durch eine Einmalzahlung einer größeren Summe das Anrecht auf eine lebenslange Rente. Die Wette zwischen dem Kunden und der Versicherung lautet: Wie alt werden Sie? Die Versicherungen gehen von den amtlichen Sterbetafeln aus und kalkulieren den Tarif so, als ob Sie das Durchschnittsalter erreichen. Wenn Sie früher sterben, dann hat die Versicherung weniger Rente an Sie gezahlt als eigentlich kalkuliert wurde. Sollten Sie aber so gemein sein und Asbach- Uralt werden, dann machen Sie einen Gewinn, da die Versicherung über die Zeit mehr Rente zahlen muss.
Eine Hinterbliebenenrente kann eingeschlossen werden.